Was ist .berlin®? [0]
Welchen Nutzen hat .berlin®? [0]
Werden künftig nicht weitere Städte eine Top-Level-Domain haben wollen? [0]
Warum nutzt man nicht einfach die so genannten Third-Level-Domains? [0]
Wem gehört .berlin®? [0]
Wer steht hinter .berlin®? [0]
Wie wird .berlin® finanziert? [0]
Welche Rolle spielt das Land Berlin? [0]
Welche Rolle spielt .berlin® in der internationalen Diskussion um den Internet-Adressraum? [0]
Wie sehen die Vergabekriterien für die Berlindomains aus? [0]
Ab wann kann man .berlin-Domains registrieren und wer darf registrieren? [0]
Wer soll .berlin-Domains registrieren dürfen? [0]
Was werden .berlin-Domains kosten und wo wird man sie registrieren können? [0]
Kann man .berlin-Domains vorreservieren?
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Was ist .berlin®?ICANN [1] stellen. Die nächste Möglichkeit dazu besteht voraussichtlich von Januar bis April 2012. Das komplexe Zulassungsverfahren nach Abgabe der Bewerbungsunterlagen wird voraussichtlich 9 Monate dauern.
Erfunden wurde .berlin von unserem Unternehmen, unsere .berlin Top-Level-Domain ist damit das Original.
Welchen Nutzen hat .berlin®?die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung AGOF [2]) lokaler: Immer mehr Suchanfragen betreffen das örtliche Umfeld des Internetnutzers (laut Schätzungen von Google über 55 %), und dementsprechend bilden auch die Datenströme zunehmend lokale Schwerpunkte, was sich auch in der Einrichtung lokaler Peeringknoten wie dem Berliner BCIX [3]zeigt. Andererseits verfügen immerhin 21 % der deutschen Unternehmen laut Eurostat (Januar 2010 über keine eigene Homepage. Zugleich sind Domainnamen heute ein knappes Gut: Sinnvolle Adressen unter den gängigen Domainendungen sind kaum noch registrierbar. Die Erweiterung des Namensraumes im Internet ist deshalb eine logische Konsequenz, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.
Mit Berlindomains wie kultur.berlin oder peter.berlin werden künftig Unternehmen, Privatpersonen und Organisationen Internetadressen wie z.B. zoo.berlin oder maler.berlin registrieren können. Das Unternehmen dotBERLIN wird stellvertretend für alle Berliner mit der Bewerbung um die .berlin-Top-Level-Domain die Grundlage dafür schaffen, dass Berliner und ihre Organisationen ihre eigene Domain mit der Endung .berlin registrieren können. dotBERLIN ist die weltweit erste Initiative für eine Top-Level-Domain für eine Stadt; Metropolen wie New York, Paris und Seoul haben diesen Trend mittlerweile aufgegriffen.
Die Initiative, mit .berlin eine eigene Top-Level-Domain für die Berliner zu schaffen, wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Hauptstadt Berlin national und international als attraktiven Standort und dynamische Metropole zu positionieren, aber auch andere Orte weltweit mit dem Namen Berlin bekannter zu machen. Unsere Initiative wird von einer Vielzahl von Unternehmen, Verbänden und Bürgern unterstützt und hat Anerkennung auf globaler Ebene und bei der ICANN als Vorreiter von Top-Level-Domains für Städte gewonnen. Wir haben mit dem Konzept der Städte-TLD eine Entwicklung angestoßen, der inzwischen auch andere Metropolen wie New York [4] und Paris [5]folgen.
Die .berlin TLD wird aber nicht nur im Internet vielfältige positive Impulse für Berlin und die Region geben, sondern auch Menschen aus aller Welt unsere Stadt, ihre Menschen, Kultur, Wirtschaft, Innovationskraft und unsere Internationalität näher bringen.
Für Berlin ergeben sich viele nachhaltige Vorteile, da die TLD .berlin
- einen wirtschaftlich langfristigen und relevanten Standortvorteil für Berlin im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen schafft.
- als Identität stiftendes Projekt Selbstbewusstsein für die gesamte Region erzeugt und damit auch einen Beitrag zur inneren Einheit und Stärkung Berlins leistet,
- Wettbewerb fördert und gleichzeitig Chancengleichheit verbessert, den kommunikativen und kulturellen Pluralismus fördert,
- sowie der Imageförderung von Berlin dient und die Marke Berlin stärkt.
Von allen Berlinern werden besonders die Berliner Landesregierung, die Stadt, das Land Berlin sowie Institutionen, Behörden und die Verwaltung von .berlin profitieren. Für die Außenkommunikation, Darstellung und Auffindbarkeit im Internet, sowohl online als auch offline, ergibt sich mit Berlindomains wie z.B. www.verwaltung.berlin, www.amtsgericht.berlin oder www.ordnungsamt.berlin evidenter Nutzen im Sinne modernen E-Governments:
- .berlin-Domains sind intuitiv und von Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen gut zu merken
- .berlin-Domains erlauben eine einfache Kommunikation von Webseiten der Verwaltung an den Bürger und sind damit eine Basis moderner Bürgerdienste
- Einfachere Kommunikation führt zur Kosteneinsparung, da Bürger weniger anrufen und stattdessen Formulare und Öffnungszeiten intuitiver online finden
- Innovatives E-Government und moderne Internetinfrastruktur in Berlin als Aushängeschild im nationalen und internationalen Stadtportalvergleich.
Zudem ist es in einigen Internet-Adressbereichen inzwischen recht eng geworden. Mehr als 14 Millionen Domains unter der Top-Level-Domain .de oder über 100 Millionen Domain unter .com und .net (Quelle: Verisign [6]) lassen nur noch wenig Raum für sinnvolle Namen. Gleichzeitig ist im World Wide Web ein großer Teil des Verkehrs lokaler Natur. Dem wollen wir mit .berlin, das den Namensraum im Internet um einen klaren lokalen Fokus erweitert und für die Berliner mit dem neuen Namensraum der Berlindomains regionale Identität im Internet schafft, abhelfen.
Warum nutzt man nicht einfach die so genannten Third-Level-Domains?RFC 1480 [7] einen Vorschlag vorgelegt, wie am Beispiel der .us TLD elektronische Namen für Städte bereitgestellt werden könnten. Hier wurde für die USA vorgeschlagen, auf der zweiten Ebene unterhalb der TLD .us den Staatsnamen, darunter auf der dritten Ebene den Stadtnamen und auf der vierten und fünften Ebene dann die zu bezeichnende Einheit zu führen, also etwa hilton.hotels.new-york-city.ny.us. In der Praxis hat sich dieser Vorschlag nicht durchgesetzt. Im Gegenteil: Für die Kommunikation haben sich kurze, leicht zu merkende Domainnamen als wichtiges Kriterium erwiesen.
Die Vergabe von Third-Level-Domains und das damit verbundene Vorhalten der notwendigen technischen und logistischen Voraussetzungen ist nicht die Aufgabe einer Stadt oder einer regionalen Verwaltung. Darüber hinaus birgt die Vergabe von Third-Level-Domains erhebliche rechtliche Risiken. Die Verantwortlichkeiten für Rechtsverletzungen durch Domainnamen und für rechtsverletzende Inhalte von Webseiten sind noch nicht abschließend durch die Rechtssprechung, insbesondere den Bundesgerichtshof, geklärt. Zwar steht außer Frage, dass der Betreiber eine Webseite und der Registrant für entsprechende Rechtsverletzungen zivil- und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Wie weit die Haftung für von Dritten eingebrachte Inhalte oder des administrativen Kontaktes geht, ist zum Teil höchst streitig. Nichts anderes gilt für den Registranten der Second-Level-Domain im Verhältnis zum Inhaber der darunter angesiedelten Third-Level-Domains.
Unabhängig von solchen rechtlichen Problemen stellen sich aber auch rein praktische Fragen bei der Vergabe einer Third-Level-Domains. Nach welchen Prinzipien könnten Third-Level-Domains vergeben werden? Das im Übrigen im Internet gängige Prinzip des "first come, first served" würde bei der Vergabe durch Gebietskörperschaften zwangsläufig zu erheblichen Konflikten führen. Man stelle sich nur den Streit politischer Parteien um die Third-Level-Domain SOZIALEGERECHTIGKEIT.GEMEINDE.DE vor.
Wem gehört .berlin®?eingeführt [8]. Mittlerweile gibt es eine breite Basis an Interessengruppen, die eine Einführung von regionalen TLDs befürwortet und vorantreibt. Durch .berlin hat sich der Prozess um die Einführung von Städte-TLDs intensiviert. Auch die bereits in ICANN-Kreisen hervorgerufene Resonanz auf .berlin ist nachhaltig. Auch in anderen Städten und Kommunen wird bereits über eine eigene regionale TLD nachgedacht, darunter fallen z.B. auch .sco (Schottland), .nrw oder .bayern. dotBERLIN hat seit dem Start des Projekts eine hohe Nachfrage und großes Interesse an der Einführung einer .berlin in der Berliner Gemeinschaft aufzeigen können. Stellungnahmen und die Bereitschaft zur Beteiligung als Kommanditist aus der Berliner Gemeinschaft, dem Stadtmarketing, Tourismus, IHK, Berliner Unternehmen, Verbänden und Berliner Bürgern unterstreichen dieses Interesse. Daneben hat dotBerlin auch auf nationaler und internationaler Ebene erheblichen Rückhalt in Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden bzw. Organisationen gewonnen.
Wir erwarten, dass TLDs für Städte künftig einen großen Bedarf der (Internet-)Wirtschaft an neuen Marketing- und Vertriebsinstrumenten erfüllen. Sie werden die Grundlage für regionale Angebote, Produkte und Dienstleistungen, sowohl im Endkunden- als auch Geschäftskundenumfeld bilden. Erste Schritte in Richtung regionaler Angebote gibt es bereits bei den großen Internet-Playern, wie z.B. Ebay, Yahoo und Google.
Welche neutralen Experten für Fragen zum Thema .berlin gibt es?Vielzahl von Beiträgen [8] renommierter Autoren erschienen, die Machbarkeit, Chancen und Perspektiven von regionalen Domain-Endungen beleuchten und aktuelle Entwicklungen kommentieren:
- Gutachten von Prof. Dr. Bernd Holznagel, LL.M. und Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht und Juni 2006 (Kurzfassung [8])
- Verschiedene Artikel von Prof. Wolfgang Kleinwächter (Professor for International Communication Policy and Regulation at the Department for Media and Information Sciences of the Unversity of Aarhus) zum Themenkomplex neuer regionaler Domain-Endungen auf www.telepolis.de [9]
- Publikationen u.a. in Washington Internet Daily, WIRED, Netzeitung
Für weitere Auskünfte vermitteln wir Ihnen gerne Ansprechpartner bei der ICANN und auf nationaler Ebene.
Fragen und Antworten zu den Domains und dem Vergabeverfahren
Wie sehen die Vergabekriterien für die Berlindomains aus?
Die Registrierung von Berlindomains ist in den folgenden Phasen geplant:
- Phase mit einer Vorreservierung von Domains (hoheitliche Begriffe für Regierungsstellen und Behörden, sowie andere reservierte Begriffe für ICANN, Registry und die Berliner Community)
- Sunrise Phase für Markenrechte-Inhaber
- Landrush Phase (freie Registrierungen)
Ab wann kann man .berlin-Domains registrieren?
.berlin-Domains werden voraussichtlich ab dem Jahr 2013 für die Öffenlichkeit registrierbar sein. Dies hängt maßgeblich von der Zeitplanung der Einführung neuer Top-Level-Domains bei ICANN ab.
Wer darf .berlin-Domains registrieren?
Wir wollen eine möglichst praktikable Vergabepolitik anwenden, d.h. dass z.B. auch Berliner, die nicht in Berlin wohnen die Berlindomains registrieren können.
Was werden .berlin-Domains kosten und wo wird man sie registrieren können?
Die .berlin-Domains werden voraussichtlich etwa so viel kosten wie eine .de, .com oder .eu-Domain heute, das sind je nach Internet-Provider, bei dem man Kunde ist, zwischen ca. € 20-50 pro Jahr. Registrieren wird man die Berlindomains voraussichtlich bei den gängigen Internet-Providern und Domain-Registraren, dazu zählen z.B. Strato, http.net, Key Systems, InterNetWire, 1&1, United Domains, InternetX, usw. Wenn Sie heute bereits eine Domain besitzen, werden Sie von ihrem Internet-Provider über die Möglichkeit zur Registrierung von .berlin-Domains zu gegebener Zeit informiert werden.
Bei der dotBERLIN GmbH & Co. KG kann man keine .berlin-Domains registrieren, sondern ausschließlich bei Internet-Providern und Domain-Registraren (s.o.).
Kann man .berlin-Domains vorreservieren?
Eine Vorregistrierung von Berlindomains ist derzeit nur für öffentliche Stellen. Seit Anfang des Jahres bieten zahlreiche Internet-Provider (s.o.) eine unverbindliche Vorreservierung an.