Fragen und Antworten zu .berlin

Was ist .berlin®?

Welchen Nutzen hat .berlin®?

Werden künftig nicht weitere Städte eine Top-Level-Domain haben wollen?

Warum nutzt man nicht einfach die so genannten Third-Level-Domains?

Wem gehört .berlin®?

Wer steht hinter .berlin®?

Wie wird .berlin® finanziert?

Welche Rolle spielt das Land Berlin?

Welche Rolle spielt .berlin® in der internationalen Diskussion um den Internet-Adressraum?

Wie sehen die Vergabekriterien für die Berlindomains aus?

Ab wann kann man .berlin-Domains registrieren und wer darf registrieren?

Wer soll .berlin-Domains registrieren dürfen?

Was werden .berlin-Domains kosten und wo wird man sie registrieren können?

Kann man .berlin-Domains vorreservieren?

 

 

 

 

 

 


 

 

Was ist .berlin®?

.berlin ist eine eigenständige Internet-Top-Level-Domain wie die bestehenden Top-Level-Domains .de oder .com. .berlin wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2012 zur Verfügung stehen. Die dotBERLIN GmbH & Co. KG wird dazu einen Antrag auf Zulassung von .berlin bei der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN stellen. Die nächste Möglichkeit dazu besteht voraussichtlich von Januar bis April 2012. Das komplexe Zulassungsverfahren nach Abgabe der Bewerbungsunterlagen wird voraussichtlich 9 Monate dauern.

Erfunden wurde .berlin von unserem Unternehmen, unsere .berlin Top-Level-Domain ist damit das Original.

Welchen Nutzen hat .berlin®?

Das Internet wird insbesondere in Ländern mit einer hohen Nutzerzahl (Deutschland: ca. 75 % aller Bürger über 10 Jahre; aktuelle Daten bietet z.B. die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung AGOF) lokaler: Immer mehr Suchanfragen betreffen das örtliche Umfeld des Internetnutzers (laut Schätzungen von Google über 55 %), und dementsprechend bilden auch die Datenströme zunehmend lokale Schwerpunkte, was sich auch in der Einrichtung lokaler Peeringknoten wie dem Berliner BCIX zeigt. Andererseits verfügen immerhin 21 % der deutschen Unternehmen laut Eurostat (Januar 2010 über keine eigene Homepage. Zugleich sind Domainnamen heute ein knappes Gut: Sinnvolle Adressen unter den gängigen Domainendungen sind kaum noch registrierbar. Die Erweiterung des Namensraumes im Internet ist deshalb eine logische Konsequenz, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.

Mit Berlindomains wie kultur.berlin oder peter.berlin werden künftig Unternehmen, Privatpersonen und Organisationen Internetadressen wie z.B. zoo.berlin oder maler.berlin registrieren können. Das Unternehmen dotBERLIN wird stellvertretend für alle Berliner mit der Bewerbung um die .berlin-Top-Level-Domain die Grundlage dafür schaffen, dass Berliner und ihre Organisationen ihre eigene Domain mit der Endung .berlin registrieren können. dotBERLIN ist die weltweit erste Initiative für eine Top-Level-Domain für eine Stadt; Metropolen wie New York, Paris und Seoul haben diesen Trend mittlerweile aufgegriffen.

Die Initiative, mit .berlin eine eigene Top-Level-Domain für die Berliner zu schaffen, wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Hauptstadt Berlin national und international als attraktiven Standort und dynamische Metropole zu positionieren, aber auch andere Orte weltweit mit dem Namen Berlin bekannter zu machen. Unsere Initiative wird von einer Vielzahl von Unternehmen, Verbänden und Bürgern unterstützt und hat Anerkennung auf globaler Ebene und bei der ICANN als Vorreiter von Top-Level-Domains für Städte gewonnen. Wir haben mit dem Konzept der Städte-TLD eine Entwicklung angestoßen, der inzwischen auch andere Metropolen wie New York und Paris folgen.

Die .berlin TLD wird aber nicht nur im Internet vielfältige positive Impulse für Berlin und die Region geben, sondern auch Menschen aus aller Welt unsere Stadt, ihre Menschen, Kultur, Wirtschaft, Innovationskraft und unsere Internationalität näher bringen.

Für Berlin ergeben sich viele nachhaltige Vorteile, da die TLD .berlin

  • einen wirtschaftlich langfristigen und relevanten Standortvorteil für Berlin im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen schafft.
  • als Identität stiftendes Projekt Selbstbewusstsein für die gesamte Region erzeugt und damit auch einen Beitrag zur inneren Einheit und Stärkung Berlins leistet,
  • Wettbewerb fördert und gleichzeitig Chancengleichheit verbessert, den kommunikativen und kulturellen Pluralismus fördert,
  • sowie der Imageförderung von Berlin dient und die Marke Berlin stärkt.

Von allen Berlinern werden besonders die Berliner Landesregierung, die Stadt, das Land Berlin sowie Institutionen, Behörden und die Verwaltung von .berlin profitieren. Für die Außenkommunikation, Darstellung und Auffindbarkeit im Internet, sowohl online als auch offline, ergibt sich mit Berlindomains wie z.B. www.verwaltung.berlin, www.amtsgericht.berlin oder www.ordnungsamt.berlin evidenter Nutzen im Sinne modernen E-Governments:

  • .berlin-Domains sind intuitiv und von Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen gut zu merken
  • .berlin-Domains erlauben eine einfache Kommunikation von Webseiten der Verwaltung an den Bürger und sind damit eine Basis moderner Bürgerdienste
  • Einfachere Kommunikation führt zur Kosteneinsparung, da Bürger weniger anrufen und stattdessen Formulare und Öffnungszeiten intuitiver online finden
  • Innovatives E-Government und moderne Internetinfrastruktur in Berlin als Aushängeschild im nationalen und internationalen Stadtportalvergleich.

Zudem ist es in einigen Internet-Adressbereichen inzwischen recht eng geworden. Mehr als 14 Millionen Domains unter der Top-Level-Domain .de oder über 100 Millionen Domain unter .com und .net (Quelle: Verisign) lassen nur noch wenig Raum für sinnvolle Namen. Gleichzeitig ist im World Wide Web ein großer Teil des Verkehrs lokaler Natur. Dem wollen wir mit .berlin, das den Namensraum im Internet um einen klaren lokalen Fokus erweitert und für die Berliner mit dem neuen Namensraum der Berlindomains regionale Identität im Internet schafft, abhelfen.

Warum nutzt man nicht einfach die so genannten Third-Level-Domains?

Das Argument, ein regionaler Bezug ließe sich auch im derzeitigen System mit so genannten Third-Level-Domains, wie DOMAIN.BERLIN.DE realisieren, geht aufgrund des deutschen Rechtsrahmens nicht. Die Domain BERLIN.DE ist das offizielle Internetportal des Landes Berlin. Bereits 1993 hat die IETF (Internet Engineering Task Force) mit dem RFC 1480 einen Vorschlag vorgelegt, wie am Beispiel der .us TLD elektronische Namen für Städte bereitgestellt werden könnten. Hier wurde für die USA vorgeschlagen, auf der zweiten Ebene unterhalb der TLD .us den Staatsnamen, darunter auf der dritten Ebene den Stadtnamen und auf der vierten und fünften Ebene dann die zu bezeichnende Einheit zu führen, also etwa hilton.hotels.new-york-city.ny.us. In der Praxis hat sich dieser Vorschlag nicht durchgesetzt. Im Gegenteil: Für die Kommunikation haben sich kurze, leicht zu merkende Domainnamen als wichtiges Kriterium erwiesen.

Die Vergabe von Third-Level-Domains und das damit verbundene Vorhalten der notwendigen technischen und logistischen Voraussetzungen ist nicht die Aufgabe einer Stadt oder einer regionalen Verwaltung. Darüber hinaus birgt die Vergabe von Third-Level-Domains erhebliche rechtliche Risiken. Die Verantwortlichkeiten für Rechtsverletzungen durch Domainnamen und für rechtsverletzende Inhalte von Webseiten sind noch nicht abschließend durch die Rechtssprechung, insbesondere den Bundesgerichtshof, geklärt. Zwar steht außer Frage, dass der Betreiber eine Webseite und der Registrant für entsprechende Rechtsverletzungen zivil- und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Wie weit die Haftung für von Dritten eingebrachte Inhalte oder des administrativen Kontaktes geht, ist zum Teil höchst streitig. Nichts anderes gilt für den Registranten der Second-Level-Domain im Verhältnis zum Inhaber der darunter angesiedelten Third-Level-Domains.

Unabhängig von solchen rechtlichen Problemen stellen sich aber auch rein praktische Fragen bei der Vergabe einer Third-Level-Domains. Nach welchen Prinzipien könnten Third-Level-Domains vergeben werden? Das im Übrigen im Internet gängige Prinzip des "first come, first served" würde bei der Vergabe durch Gebietskörperschaften zwangsläufig zu erheblichen Konflikten führen. Man stelle sich nur den Streit politischer Parteien um die Third-Level-Domain SOZIALEGERECHTIGKEIT.GEMEINDE.DE vor.

Wem gehört .berlin®?

Top-Level-Domains stellen kein Eigentum dar. Die derzeitigen Top-Level-Domains sind dadurch entstanden, dass sich jeweils eine Gemeinschaft von privaten und/oder öffentlichen Organisationen zusammengefunden hat, die der ICANN ihr Interesse am Betrieb einer passenden Top-Level-Domain dargelegt hat. Die ICANN ist diesem Wunsch in der Regel nach einem Genehmigungsverfahren nachgekommen und hat den Betrieb der jeweiligen Top-Level-Domain an einen geeigneten Betreiber delegiert.

Die deutsche Top-Level-Domain .de beispielsweise wurde bereits 1986 begründet und wird heute von der Gemeinschaftsorganisation Denic e.G. betrieben, der mehr als 270 Registrare (z.B. STRATO, 1&1, http.net) angehören.

Bei .berlin ist es die in der Berliner Gemeinschaft verwurzelte dotBERLIN GmbH & Co. KG, die sich um den Betrieb von .berlin bewirbt. In diesem Sinne kann man .berlin als ein Gemeinschaftsgut aller Berliner ansehen.

Wer steht hinter der dotBERLIN® GmbH & Co. KG?

Die dotBERLIN® GmbH & Co. KG ist privatwirtschaftlich mit einer breiten Basis von Kommanditisten aus der Berliner Gemeinschaft und der Internetwirtschaft aufgestellt. Die Kommanditisten sind Verbände, Stiftungen und andere Organisationen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport sowie Unternehmen und Berliner Bürger. Die Kommanditgesellschaft ist sowohl Repräsentant der Berliner Gemeinschaft als auch der Betreiber der Top-Level-Domain .berlin.

Der dotBERLIN® GmbH & Co. KG steht ein Beirat aus repräsentativen Vertretern der Berliner Gemeinschaft sowie der deutschen Internetwirtschaft zur Seite.

Wie wird .berlin® finanziert?

Die Gesamtkosten für die Entwicklung und die Beantragung einer Top-Level-Domain wie .berlin belaufen sich unter Berücksichtigung der Angaben bisheriger Top-Level-Domain-Bewerber auf bis zu 5 Millionen Euro. Bei .berlin wird mit Kosten in Höhe von bis zu 2 Millionen Euro gerechnet.

Die Finanzierung der Top-Level-Domain .berlin erfolgt, wie bei den meisten bisherigen Bewerbern üblich, aus eigenen Mitteln. Öffentliche Stellen sind bislang in der Regel nicht an den Kosten für die Bewerbung und Zulassung einer generischen Top-Level-Domain (gTLD) beteiligt gewesen, auch bei .eu wurde das Bewerbungsverfahren für die Verwaltung von einem privaten Konsortium bestritten. Die Eigenmittel der dotBERLIN GmbH & Co. KG müssen für die Bewerbung von .berlin bei der ICANN bereits vor der Abgabe der Bewerbung und einer Zulassung durch ICANN eingeworben werden. Dies geschieht auf verschiedenen Wegen:

• Eigenkapital der Gründer

• Einlagen der derzeit 86 Kommanditisten

• Sponsoren

• Einnahmen aus Ausschreibungs- und Verhandlungsverfahren

Eine der Einnahmequellen ist das Sponsoring, bei dem der Sponsor neben der Medienaufmerksamkeit, Medialeistung und anderen üblichen Sponsoringleistungen auch seine Unternehmenskennzeichen als Domains bevorrechtigt schützen lassen kann. Das Sponsoring von dotBERLIN steht prinzipiell jeder Organisation offen. Die weitere Haupteinnahmequelle sind Ausschreibungs- und Verhandlungsverfahren für generische Domains. Diese Domains sollen unmittelbar nach Eintragung der Top-Level-Domain .berlin in den Rootserver A online gehen. Der hinter diesem Vergabeverfahren stehende Gedanke basiert auf folgenden Prämissen:

• Etablierung des Prinzips einer intuitiven und semantischen Verwendung von Berlindomains durch die Internetnutzer durch die Vergabe von Domains mit Bedeutung für die Berliner Gemeinschaft bzw. Gesellschaft an geeignete Betreiber. Hiermit soll auch gewährleistet werden, dass .berlin-Domains schneller bekannt, akzeptiert und häufiger genutzt werden und Vertrauen bei den Internetnutzern aufgebaut wird. Dieses wird allgemein als wesentlicher Erfolgsfaktor einer neuen Top-Level-Domain angesehen.

• Verhinderung von massenhaftem Domaingrabbing gesellschaftlich relevanter beschreibender Domains nach dem „first come, first served“-Prinzip mit der Folge, dass Domains einer sachgerechten und den Nutzererwartungen entsprechenden Verwendung oftmals auf Jahre entzogen werden.

Ausschreibungs- und Verhandlungsverfahren stellen eine sinnvolle Möglichkeit dar, bei einer Top-Level-Domain vom Start an geeignete Strukturen zu implementieren, die dem Gesamterfolg der Top-Level-Domain Rechnung tragen und dabei die Interessen der ICANN, der Internetnutzer, der hinter der Top-Level-Domain stehenden Gemeinschaft, weiterer Interessengruppen und der Organisation, die den Zuschlag bei einer Ausschreibung erhalten hat, zu berücksichtigen.

Aus Sicht der Bewerber für eine Ausschreibung stellt diese Art der Domainvergabe die Möglichkeit dar, ihre Aktivitäten um eine kommende Internetentwicklung in sinnvoller Weise zu erweitern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Die Einnahmen aus Sponsoring und Ausschreibung werden für Maßnahmen und Aktivitäten verwendet, die der Zuweisung der Verwaltung der Top-Level-Domain .berlin durch die dotBERLIN GmbH & Co. KG dienen. Sie helfen auch dabei, die Bewerbungsaktivitäten für .berlin optimal und nachhaltig erfolgversprechend für Berlin und die Berliner zu gestalten.

Welche Rolle spielt das Land Berlin?

Vom Land Berlin benötigen wir weder finanzielle noch personelle Unterstützung. Wir haben der Berliner Landesregierung angeboten, ihre Interessen, die des Landesportals www.berlin.de und die der Öffentlichkeit an der Domain-Endung .berlin verantwortungsvoll zu berücksichtigen. Dies tun wir u.a. dadurch, dass das Land Berlin die Möglichkeit erhält, vor der offiziellen Registrierungsphase durch Dritte wichtige Begriffe als .berlin-Domains zu reservieren. Damit werden insbesondere Begriffe der unmittelbaren hoheitlichen Interessen der Stadt, des Landes Berlin sowie seiner Institutionen berücksichtigt. Mit der Reservierung wird verhindert, dass unbefugte Dritte Begriffe wie z.B. www.senat.berlin, www.landgericht.berlin oder www.ordnungsamt.berlin registrieren können. Diese Reservierung ist kostenfrei und verjährt nicht.

Werden künftig nicht weitere Städte eine TLD haben wollen?

Wahrscheinlich werden auch andere Städte ihre eigene TLD haben wollen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht werden sich TLDs für deutsche Städte unter 500.000 Einwohnern aber kaum rechnen. Außerdem sind die Hürden bei der Zulassung durch die ICANN so hoch, dass in den nächsten Jahren wahrscheinlich nur wenige Metropolen einen Antrag auf Zulassung einer eigenen TLD stellen werden.

 

Fragen und Antworten zum Thema Internetverwaltung

Welche Rolle spielt .berlin in der internationalen Diskussion um den Internet-Adressraum?

Eine internationale Diskussion zu TLDs für Städte und Regionen besteht bereits seit dem Jahr 1999, als sich erstmals eine Initiative für eine .dubai bildete. Später folgten Konzepte für .nyc, .asia und .cat für die spanische Region Katalonien; letztere wurde inzwischen erfolgreich eingeführt. Mittlerweile gibt es eine breite Basis an Interessengruppen, die eine Einführung von regionalen TLDs befürwortet und vorantreibt. Durch .berlin hat sich der Prozess um die Einführung von Städte-TLDs intensiviert. Auch die bereits in ICANN-Kreisen hervorgerufene Resonanz auf .berlin ist nachhaltig. Auch in anderen Städten und Kommunen wird bereits über eine eigene regionale TLD nachgedacht, darunter fallen z.B. auch .sco (Schottland), .nrw oder .bayern. dotBERLIN hat seit dem Start des Projekts eine hohe Nachfrage und großes Interesse an der Einführung einer .berlin in der Berliner Gemeinschaft aufzeigen können. Stellungnahmen und die Bereitschaft zur Beteiligung als Kommanditist aus der Berliner Gemeinschaft, dem Stadtmarketing, Tourismus, IHK, Berliner Unternehmen, Verbänden und Berliner Bürgern unterstreichen dieses Interesse. Daneben hat dotBerlin auch auf nationaler und internationaler Ebene erheblichen Rückhalt in Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden bzw. Organisationen gewonnen.

Wir erwarten, dass TLDs für Städte künftig einen großen Bedarf der (Internet-)Wirtschaft an neuen Marketing- und Vertriebsinstrumenten erfüllen. Sie werden die Grundlage für regionale Angebote, Produkte und Dienstleistungen, sowohl im Endkunden- als auch Geschäftskundenumfeld bilden. Erste Schritte in Richtung regionaler Angebote gibt es bereits bei den großen Internet-Playern, wie z.B. Ebay, Yahoo und Google.

Welche neutralen Experten für Fragen zum Thema .berlin gibt es?

Zu .berlin ist eine Vielzahl von Beiträgen renommierter Autoren erschienen, die Machbarkeit, Chancen und Perspektiven von regionalen Domain-Endungen beleuchten und aktuelle Entwicklungen kommentieren:

  • Gutachten von Prof. Dr. Bernd Holznagel, LL.M. und Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht und Juni 2006 (Kurzfassung)
  • Verschiedene Artikel von Prof. Wolfgang Kleinwächter (Professor for International Communication Policy and Regulation at the Department for Media and Information Sciences of the Unversity of Aarhus) zum Themenkomplex neuer regionaler Domain-Endungen auf www.telepolis.de
  • Publikationen u.a. in Washington Internet Daily, WIRED, Netzeitung

Für weitere Auskünfte vermitteln wir Ihnen gerne Ansprechpartner bei der ICANN und auf nationaler Ebene.

 

Fragen und Antworten zu den Domains und dem Vergabeverfahren

Wie sehen die Vergabekriterien für die Berlindomains aus?

Die Registrierung von Berlindomains ist in den folgenden Phasen geplant:

  • Phase mit einer Vorreservierung von Domains (hoheitliche Begriffe für Regierungsstellen und Behörden, sowie andere reservierte Begriffe für ICANN, Registry und die Berliner Community)
  • Sunrise Phase für Markenrechte-Inhaber
  • Landrush Phase (freie Registrierungen)

Ab wann kann man .berlin-Domains registrieren?

.berlin-Domains werden voraussichtlich ab dem Jahr 2013 für die Öffenlichkeit registrierbar sein. Dies hängt maßgeblich von der Zeitplanung der Einführung neuer Top-Level-Domains bei ICANN ab.

Wer darf .berlin-Domains registrieren?

Wir wollen eine möglichst praktikable Vergabepolitik anwenden, d.h. dass z.B. auch Berliner, die nicht in Berlin wohnen die Berlindomains registrieren können.

Was werden .berlin-Domains kosten und wo wird man sie registrieren können?

Die .berlin-Domains werden voraussichtlich etwa so viel kosten wie eine .de, .com oder .eu-Domain heute, das sind je nach Internet-Provider, bei dem man Kunde ist, zwischen ca. € 20-50 pro Jahr. Registrieren wird man die Berlindomains voraussichtlich bei den gängigen Internet-Providern und Domain-Registraren, dazu zählen z.B. Strato, http.net, Key Systems, InterNetWire, 1&1, United Domains, InternetX, usw. Wenn Sie heute bereits eine Domain besitzen, werden Sie von ihrem Internet-Provider über die Möglichkeit zur Registrierung von .berlin-Domains zu gegebener Zeit informiert werden.

Bei der dotBERLIN GmbH & Co. KG kann man keine .berlin-Domains registrieren, sondern ausschließlich bei Internet-Providern und Domain-Registraren (s.o.).

Kann man .berlin-Domains vorreservieren?

Eine Vorregistrierung von Berlindomains ist derzeit nur für öffentliche Stellen. Seit Anfang des Jahres bieten zahlreiche Internet-Provider (s.o.) eine unverbindliche Vorreservierung an.